Projektbeschreibung

Die Koordinierungsstelle der Cared.Wende wird vom 01. Oktober 2026 bis zum 30. September 2028 durch die Sozialstiftung NRW und den Kommunalen Stiftungen Münster gefördert.

Diese baut auf den Erkenntnissen des Modellprojekts Cared.Wende der Bischof-Hermann-Stiftung (BHST) auf, welches vom 1. April 2024 bis 30. September 2026 vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) im Rahmen des Aktionsprogramms „Hilfen in Wohnungsnotfällen“ gefördert wurde. Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation erfolgte durch die Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung Bremen (GISS). Das Team der Cared.Wende hat eine ethnografisch gestützte Situationsanalyse zur Versorgungssituation schwer kranker wohnungsloser Menschen mit (palliativem) Pflegebedarf in Münster erstellt. Hierbei konnten unter anderem zentrale Zugangsbarrieren herausgearbeitet werden, die die Zielgruppe an der Wahrnehmung gesundheits- und pflegerelevanter Angebote hindern. Die Ergebnissicherung erfolgte in Form eines Forschungsberichtes, der im April 2026 veröffentlicht wurde.

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wurde die Koordinierungsstelle konzipiert:

  • Zugang ermöglichen: In diesem Bereich wird der Ansatz des Case Managements genutzt. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem die Versorgungsprozesse des Einzelfalls sektorenübergreifend und über fachliche Zuständigkeit hinweg durch eine Fachkraft organisiert werden. Sowohl Menschen, die von mehreren beteiligten Institutionen betreut werden, als auch gänzlich unversorgte Menschen können durch das strukturierte Vorgehen zielgerichtet Zugang zur passgenauen Versorgung erhalten.
  • Wissen vermitteln: Auf der Netzwerkebene im Rahmen des Care Managements vermittelt die Koordinierungsstelle Wissen über die Lebensrealitäten und Bedarfe wohnungsloser Menschen. Hierdurch soll die Zusammenarbeit im Hilfesystem verbessert werden, während tragfähige Netzwerke den Austausch von Wissen und Erfahrungen erleichtern.
  • Lebensorte gestalten: Dabei soll durch die Initiierung und Mitwirkung an konzeptionellen (Weiter-)Entwicklungen entsprechender Angebote im Verbund mit Kooperationspartner:innen die Versorgung der Zielgruppe verbessert werden.