Zugang ermöglichen

Zugang ermöglichen

Care Management

Das Care Management arbeitet auf der Systemebene. Es stärkt die Zusammenarbeit und entwickelt die Versorgungsstrukturen für die Zielgruppe weiter.

Dazu gehören:

  • Aufbau, Pflege und Weiterentwicklung regionaler und überregionaler Kooperationsstrukturen
  • Vernetzung von Wohnungslosenhilfe, Gesundheitswesen, Pflege, Verwaltung und weiteren Akteur:innen
  • Verbesserung von Übergängen und Schnittstellen zwischen Einrichtungen und Diensten
  • Identifikation struktureller Versorgungslücken und wiederkehrender Zugangshürden
  • Entwicklung gemeinsamer Vorgehensweisen und verbindlicher Kooperationswege
  • Moderation von Arbeitsgruppen, Fachgesprächen und fallübergreifenden Konferenzen
  • Einbringen der Bedarfe der Zielgruppe in Gremien, Fachnetzwerke und Entwicklungsprozesse
  • Mitwirkung an der Weiterentwicklung von Versorgungskonzepten

Care Management schafft damit strukturelle Voraussetzungen für eine besser abgestimmte und bedarfsgerechte Versorgung. Es unterstützt nicht die Koordination eines einzelnen Hilfeprozesses, sondern richtet sich auf das Hilfesystem als Ganzes.

 

Wissen vermitteln

Die Wissensvermittlung ist ein eigenständiger Aufgabenbereich. Sie macht fachliche Erkenntnisse, Praxiserfahrungen und Perspektiven der Zielgruppe zugänglich – auch unabhängig von einer bestehenden lokalen Netzwerkstruktur.

Wir vermitteln Wissen unter anderem zu:

  • den Lebenslagen und Bedarfen wohnungsloser Menschen
  • gesundheitlichen und pflegerischen Versorgungshürden
  • komplexen Versorgungssituationen und möglichen Unterstützungswegen
  • den Schnittstellen von Wohnungslosenhilfe, Pflege, Gesundheit und sozialer Unterstützung
  • Voraussetzungen gelingender Kooperation
  • der Entwicklung bedarfsgerechter Angebote und Lebensorte

Dafür bieten wir beispielsweise:

  • lokale Netzwerkübersicht
  • Workshops und Schulungen
  • Fachvorträge und Informationsveranstaltungen
  • Fachberatungen und moderierte Gespräche
  • Beiträge in Arbeitsgemeinschaften, Gremien und Fachnetzwerken
  • gegenseitige Einrichtungsbesuche
  • Communities of Practice und weitere Austauschformate
  • regionale und überregionale Wissenstransfers

Ziel ist es, Fachkräfte und Institutionen zu sensibilisieren, ihre Handlungssicherheit zu stärken und ein gemeinsames Verständnis für die Bedarfe der Zielgruppe zu fördern.

Wenn Sie sich für ein solches Angebot interessieren oder Anregungen haben, kontaktieren Sie uns gerne!

 

Lebensorte gestalten

Die Koordinierungsstelle wirkt an der Entwicklung und Weiterentwicklung von Lebensorten und Unterstützungsangeboten mit, die den gesundheitlichen, pflegerischen und sozialen Bedarfen wohnungsloser Menschen entsprechen.

Dabei bringen wir Erkenntnisse aus Forschung, Netzwerkarbeit und Praxis ein und unterstützen die Entwicklung von Konzepten an den Schnittstellen von Wohnen, Pflege, Gesundheit und sozialer Unterstützung.

Im Mittelpunkt stehen:

  • bedarfsgerechte Wohn- und Versorgungsangebote
  • Lebensorte mit Rückzugsmöglichkeiten und Möglichkeiten sozialer Teilhabe
  • Entwicklung und Weiterentwicklung geeigneter Konzepte
  • Prüfung von Finanzierungs- und Umsetzungsmöglichkeiten
  • Übertragung von Erkenntnissen aus der Einzelfallarbeit in die Angebotsentwicklung

Lebensorte gestalten bedeutet dabei mehr als die Entwicklung baulicher Angebote. Es geht um Lebens- und Unterstützungsbedingungen, die Sicherheit, Versorgung, soziale Teilhabe und Selbstbestimmung miteinander verbinden.